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Csaba Nemes: Fathers`Name: Csaba Nemes

Csaba Nemes: N.Cs.-N.Cs., 2012, Öl auf Leinwand, 30x30 cm

2. February - 31. März 2012.

Eröffnung: 2. Februar, 2012., 19 Uhr

Eröffnungsrede: János Szoboszlai

Den Ausgangspunkt der Gemäldeserie, an der Csaba Nemes seit 2009 kontinuierlich arbeitete, bedeuteten für den Künstler die Fotos seines Vaters: der Vater, der den selben Namen trug  wie sein Sohn, war vom Ende der 60er Jahren anderthalb Jahrzente lang als Amateurfotograf tätig und verewigte ausser den Alltagen auch die Festtage und die verschiedenen Freizeitbeschäftigungen des dörflichen Lebens. Der Titel der Serie ist als eine Art Geste zu interpretieren: mit der Anwendung der in den offiziellen Dokumenten unter den Daten anzugebenden Zeile – Name des Vaters: Csaba Nemes – nimmt er seine väterliche „Erbe” bewusst auf, indem  er sie durch sein „eigenes” Medium, die Malerei zugleich erneuert. Am Anfang hat er die Fotografien seines Vaters als Dokumente der jeweiligen Epoche betrachtet und deren formale Besonderheiten übernommen (z.B. schwarz-weiss Foto, technische Fehler), mit der Zeit hat sich jedoch sein Verhältnis zu den Bildern geändert. Zuerst brachte er nur Farbe in den ursprünglich schwarz-weissen Kontext,  dann wurde aber alles erlaubt: die Hervorhebung der Details, das Nebeneinanderstellen ganz unterschiedlicher Bildsequenzen, und in der letzten Zeit verwendet er für die Serie– über die ursprüngliche Konzeption hinaus – sogar seine eigenen Fotos als Basis.

 

Während Nemes in diesen Arbeiten teilweise die sozialistischen Zeiten evoziert, stellt er die Geschichte des Dorfes, wo er seine Kindheit verbrachte, jedoch nicht als seine eigene, idealisierte Geschichte dar, sondern mit der Tehmenwahl und seiner künstlerischen Herangehensweise deutet er auf jene Vorgänge hin, die zu der aktuellen, hochgespannten politischen Lage geführt haben – mit dem Anspruch auf den kritischen Diskurs.